Australien - ein faszinierender Kontinent

Kaum ein Kontinent bietet so viele unterschiedliche Landschaften wie Australien. Der nördlich gelegene Bundesstaat Queensland vereint viele vermeintliche Gegensätze zu einer faszinierenden touristischen Melange.

Im roten Zentrum des Kontinents kann dagegen viele Tage lang unterwegs sein, ohne einer Menschenseele zu begegnen. Krönung für jede Tour ins Zentrum ist natürlich Uluru, Ayers Rock.

Der Australier an sich ähnelt zumindest in einem Punkt erschreckend dem Saarländer: Er
ist ein sehr gemütlicher Mensch und er grillt gerne. Das sind schon einmal zwei Eigenschaften, die es Touristen leicht und angenehm machen, in Australien zu urlauben. Diese Begeisterung für das kontrollierte Verbrennen von Grillfleisch schlägt sich sogar infrastrukturell nieder: Fast überall an Rastplätzen, Parks und Campingplätzen gibt es fest installierte Gasgrills, die kostenlos benutzt werden können. Das ist schon einmal ein Grund, warum sich das Outback am besten mit einer Campingtour erkunden lässt.
Ein anderer Grund ist die umwerfende Landschaft, die sich den Betrachtern bietet: der allgegenwärtige rote Sand (rot wegen des hohen Gehalts an Eisenoxid, also Rost), die vertrockneten Bäume am Wegesrand, die Staubstraßen und Geröllpisten, die nur mit
schweren Geländewagen befahrbar sind und die vielen Geschichten und Geheimnisse, die das Landesinnere von Australien so interessant machen.




Aber von vorne: Die ideale Campingtour
beginnt im beschaulichen Alice Springs, das mitten im Land liegt. Von hier starten die meisten Touren in das Outback oder das rote Zentrum. Erste Station ist der rund 400 Kilometer entfernte Ayers Rock, die Aborigines nennen den Felsen „Uluru“, ein Name, der zunehmend auch von der weißen Bevölkerung benutzt wird. Der imposante Monolith ragt völlig unvermittelt aus der ansonsten riesigen flachen Wüste
heraus, und vor allem bei Sonnenuntergang wird schnell klar, warum die australischen Ureinwohner dem nicht gerade hohen Berg (348 Meter) magische Kräfte zuschreiben.
Deshalb ist Uluru bis heute ein heiliger Ort. Die Aborigines bitten daher auch alle Touristen, nicht auf den heiligen Berg zu steigen. Eine Bitte, an die sich – leider – nicht alle Besucher halten. Viel zu viele Touristen ignorieren den Glauben und trampeln über einen lebensgefährlich steilen Pfad auf das Heiligtum. Zahlreiche Gedenkplaketten erinnern an jene,
die den Leichtsinn mit dem Leben bezahlt haben.

Wesentlich inspirierender
ist stattdessen der 9,4 Kilometer lange Fußmarsch um Uluru herum. Vor allem für jene, die einfach einmal an- und innehalten und das majestätische Ensemble auf der Rückseite des Berges genießen.

Mindestens genauso beeindruckend ist die Gebirgsformation „Kata Tjuta“, die rund 30 Kilometer von Uluru entfernt liegt. Auch Kata Tjuta ist für die Aborigines ein heiliger Ort, darf aber bestiegen werden. Dafür erzählen die Ureinwohner aber niemandem, warum Kata Tjuta ein heiliger Ort ist. Ihre mystische Religion ist nicht missionarisch und ihre Geheimnisse erzählen sie nicht an außen Stehende weiter.

Das Campen ist im roten Zentrum überhaupt kein Problem, zahlreiche gut ausgestattete Campingplätze bieten Platz. Allerdings sollten Camping-Urlauber entsprechend vorbereitet sein. Wer es etwas komfortabler mag, kann auch im Fünf-Sterne-Hotel direkt am Ayers Rock übernachten, mittlerweile gibt es sogar einen Flugplatz. Wagemutige können sich auch auf Tour mit den Aborigines in die Wüste wagen. Dann stehen große Maden und diverses anderes Kleingetier auf der Speisekarte.

Ein weiterer Höhepunkt im roten Zentrum ist der King’s Canyon. Eine beeindruckende Schluchtenlandschaft, in der mitten in der Wüste eine Oase gewachsen ist. Dank permanenter Wasservorkommen gibt es hier auf engstem Raum ein große Fülle an Pflanzen
und Tieren, die sonst kaum irgendwo zu finden ist. Sportlich Ambitionierte sind ebenfalls bestens im Kings Canyon aufgehoben, schließlich gibt es dort einen Weg mit dem wohlklingenden Namen „Herzinfarkt-Aufstieg“.

Aber es gibt noch mehr zu sehen: wilde Kamele, Pferde und Kängurus laufen, hüpfen und stapfen durch die Gegend und deutsche Touristen bekommen endlich mal das Gefühl, an einem wirklich exotischen Ort zu sein. Denn diese Fülle an Eindrücken ist einfach einzigartig.